EFT-Tage Berlin, 2026 - Empathie und Grenzen - 

Viele neue und ein paar altbekannte Gesichter fanden sich vom 13.-15. März zum zweiten Mal im Hotel Rossi in der Hauptstadt zu den bereits im Vorfeld ausgebuchten EFT-Tagen zusammen. Schön, dass unsere Gemeinschaft wächst und durch viele neue Kolleg*innen bereichert wird. Es war wieder eine sehr intensive und erkenntnisreiche Tagung, geprägt von vielen schönen Begegnungen und der besonderen EFT-Stimmung zwischen Klassenfahrt, Partyboot, Familienurlaub und wissenschaftlichem Fachkongress. Nach dem gemeinsamen Ankommen, Wiedersehen und Kennenlernen bei Kaffee und Kuchen, begann auch schon das inhaltlich prallgefüllte Programm.

Zur Eröffnung referierte Les in einem tollen und begeisternden Vortrag über seine Sicht und seine persönlichen Erfahrungen mit Empathie und Kongruenz.

Es wurde schnell deutlich, wie komplex das Spannungsfeld zwischen Kongruenz und Empathie ist. Wie wir alle im therapeutischen Alltag an Grenzen bei der Grenzsetzung kommen und dabei wirklich “alles zu sagen”, ohne gleichzeitig das Wohl des Gegenübers aus dem Auge zu verlieren. Es wurde viel Raum für zahlreiche persönliche Fragen und das Teilen eigener Erfahrungen gegeben, was ein direktes anknüpfen an eigene Erfahrungen ermöglichte.

Das Thema wurde dann am nächsten Morgen inhaltlich im hervorragenden Workshop “Building common Ground for Empathy and Congruence” von Dr. Birsen Kahraman weiter vertieft. Birsen referierte über rassistisch motivierte Exklusionsprozesse in der Psychotherapie und den damit verbundenen emotionalen Mechanismen. Es ist sehr wichtig, sensibilisiert zu sein, um eigene Perspektiven und die im Hintergrund wirksamen Machtverhältnisse anzuerkennen und bearbeiten zu können. Auch hier wurde uns vor Augen geführt, wie schwer es sein kann, rassistische Mechanismen und Erfahrungen anzusprechen und menschlicher Diversität authentisch und klar zu begegnen. Es wurde aber auch erlebbar, wie hilfreich und heilsam authentische Empathie und Kongruenz im therapeutischen Handeln mit marginalisierten Patient*innen sein kann. Vortrag und Übungen boten einen tollen Impuls, der zu viel weiterem Erfahrungsaustausch und Reflexion über die kommenden Tage führte.

Am Samstagnachmittag bestand dann die Möglichkeit, sich individuellen Schwerpunkten innerhalb der Arbeitsgruppen zuzuwenden. Es entstand eine große Energie und Begeisterung für neue und für bereits bestehende Arbeitsgemeinschaften. Es ist großartig, dass in der DEGEFT wieder so viel Potential und Energie für Weiterentwicklung und Innovationen freigesetzt wird und sich soviel hier mit ihren individuellen Fähigkeiten einbringen.

Danach gab es noch Räume für gemeinsame Supervisions- und Intervisionsangebote. Danke an alle, die sich hier mit ihren Videos und ihrer supervisorischen Arbeit eingebracht haben.

Vor dem Abendessen konnten wir noch die Weltpremiere des neugegründeten DEGEFT-Chors unter Steffis Leitung und Songkomposition erleben. Unglaublich was EFTler*innen an Harmonie mit wenig Probearbeit erreichen können. Ein sehr berührender und magischer Moment, den gemeinsame Klang der Stimmen beim “EFT Song” zu erleben.

Nach dem Abendessen stand dann die legendäre und strenglimitierte Party in der Flowbar auf dem Programm. Beim Tanzen konnten alle den Abend gemeinsam mit Drinks und guter Musik bis tief in die Nacht feiern und neue Kontakte knüpfen.

Am Sonntagmorgen war noch Raum für individuelle Angebote, Videosupervision, Intervision und Feedback, bevor die Heimreise mit vielen schönen Erinnerungen und neuen Impulsen nach den sehr reichhaltigen Tagen, anstand.

Dr. Glanzer der verschwisterten Gestalttherapie war ein gern gesehener Gast auf den EFT-Tagen. Er dankte für die gemeinsame Tagung und betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit innerhalb der personenzentrierten, erlebensorientierten Verfahren und lud zu weiteren gemeinsamen Aktivitäten und Tagungen ein.

Herzlichen Dank an die Netzwerkgruppe und alle, die sich mit Angeboten eingebracht, haben für das fantastische Erlebnis EFT-Tage 2026.

DeGEFT - Deutsche Gesellschaft für Emotionsfokussierte Therapie e. V.